Das war einfach zu wenig

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Liechtenstein verliert in Helsinki 0:3
Die Finnen qualifizieren sich in der 110-jährigen Verbandsgeschichte erstmals für eine Endrunde: Entsprechend fiel die Begeisterung auf den Rängen euphorisch aus. Nach dem Schlusspfiff stürmten tausende Fans das Spielfeld.

Gratulation an die Finnen, doch die überzeugten beim für sie alles entscheidenden Spiel auch nicht wirklich. Sie waren sehr präsent, holten fast alle «zweiten Bälle», doch fehlte die kreative Ader. Liechtenstein stand sehr tief, hielt die Räume sehr eng und liess wenig zu. Doch nach vorne ging nach Ballgewinnen einfach herzlich wenig. Ein Salanovic-Schrägschuss, den Leverkusen-Keeper Radecky sicher hielt (33.), sowie ein Konter, als Salanovic von der Mittellinie freie Bahn hatte, doch das Hasler-Zuspiel «verhungerte» (41.). Es fehlte oft der Mut: Nach Ballgewinnen taten sich Freiräume auf, doch statt in die Gegenbewegung zu gehen, legten die Jungs den Retourgang ein. Die Stimmung war dennoch euphorisch im Stadion auf Kunstrasen (!).

Ernst Hasler